THE HIDDEN ART PROJECT

Katrin
Schöß

Abstrakt | Kohle | Zeichnung

Als Architektin interessiert mich der Mensch im Raum, im selbst geschaffenen Umfeld; als Bühnenbildnerin der menschliche Körper, inszeniert in besonderen Räumen – corpo in scena. Beim Aktzeichnen übe ich, Körper zu sehen sowie Räume, die sie einnehmen, und Räume, die sie eröffnen.

Sich selbst zu zeichnen, ist ein archaisches Urbedürfnis des Menschen, und das Aktzeichnen wird nach wie vor als akademische Disziplin gelehrt. Man übt Proportionen, Vorne und Hinten, Licht und Schatten, Perspektive und Farbe.

In der schnellen Zeichnung lässt sich mitunter der Moment des Blickes einfangen und beschreiben. Visuelle Notizen. 

Ohne das Vanitas-Motiv zu diskutieren, ist das Aktzeichnen auch sehr persönlich. Indem man den anderen Körper versucht zu sehen, sieht und zeichnet man auch den eigenen.

Dabei geht es mir natürlich nicht um stereotype Schönheitsideale, sondern um den Ist-Zustand. Warum sollen wir uns verstecken? Sind wir nicht auf der Suche nach der Seele und drückt sich Seele nicht in Körpern, vor allem in bewegten Körpern aus? 

Und erst die Körper und Seelen erwecken leeren Raum zum Leben. Sobald sich ein Körper auf einen konkreten Raum bezieht, entfalten beide eine neue Bedeutung.

Künstler*
innen